Rosengartentram & Rosengartentunnel
Mobilität sicherstellen – Lebensqualität steigern
  • Projekt

    Im Gesamtprojekt Rosengartentram & Rosengartentunnel werden alle Verkehrsträger optimal aufeinander abgestimmt. Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs stärkt die Gesamtkapazität der Rosengartenachse und entlastet gleichzeitig den wichtigen Tram-Knoten Hauptbahnhof. Die ganzheitliche Lösung von Stadt und Kanton Zürich ermöglicht zudem eine merkliche Verbesserung der Lebensqualität in den angrenzenden Quartieren.

    Der ca. 2.3 km lange Rosengartentunnel übernimmt den Autoverkehr von der Rosengartenstrasse, sodass Platz für das Tram und für neues Quartierleben entsteht. Das Rosengartentram schafft zusätzliche ÖV-Kapazität und kann das Mobilitätswachstum auf absehbare Zeit aufnehmen. Um unerwünschten Ausweichverkehr in den umliegenden Quartieren zu verhindern, sind diverse flankierende Massnahmen vorgesehen.

    Vom Wipkinger- bis zum Bucheggplatz besteht der Rosengartentunnel aus zwei voneinander getrennten Röhren mit je zwei Spuren. Bis zum Portal Irchel folgt eine zweispurige Tunnelröhre mit Gegenverkehr. Anschlüsse am Wipkinger- und Bucheggplatz sorgen dafür, dass der Tunnel den innerstädtischen Verkehr aufnehmen kann. Die Rosengartenstrasse dient oberirdisch nur noch der Quartiererschliessung sowie dem Fuss- und Veloverkehr.
    Das Rosengartentram schafft eine neue, durchgehende Verbindung zwischen Albisriederplatz und Milchbuck und ergänzt das Tram Hardbrücke (Eröffnung Dezember 2017). Dank zwei neuen Tramlinien erhalten die Fahrgäste attraktive, umsteigefreie Reisemöglichkeiten zwischen den wichtigen Wohn- und Arbeitsgebieten in Zürichs Norden und Westen bzw. Süden. Das Rosengartentram entlastet zudem den öV-Knotenpunkt am Hauptbahnhof.

    Rosengartentunnel und Rosengartentram sind funktional und bautechnisch untrennbar miteinander verbunden. Um die Verkehrssituation auf der Rosengartenachse nachhaltig zu verbessern, braucht es einen verkehrsträgerübergreifenden Ansatz, mit dem Schiene und Strasse aufeinander abgestimmt werden. Dementsprechend können auch Finanzierung, Bewilligung und Bau nur als Ganzes erfolgen. Auch aus diesem Grund ist für das Gesamtprojekt ein Spezialgesetz vorgesehen.
    Die Gesamtkosten liegen bei rund 1‘078 Mio. Franken (inkl. Projektreserve), wovon der Kanton rund 1‘030 Mio. Franken finanziert. Rund ein Viertel der kantonalen Kosten trägt voraussichtlich der Verkehrsfonds, der Rest der Strassenfonds. Das Projekt ist zudem im Agglomerationsprogramm des Bundes eingestellt. Dieser hat sich bei ähnlichen Projekten bisher mit rund 30 bis 40% an den kantonalen Kosten beteiligt.